Heizen mit Holz

waldfreundlich • komfortabel • fortschrittlich • wirtschaftlich

Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheit. Es besteht zu 50% aus Kohlenstoff, 43% Sauerstoff, 6% Wasserstoff sowie kleinen Mengen anderer Elemente. Die energetische Nutzung von Holz ist in modernen Holzöfen mit nahezu vollständiger Verbrennung ökologisch sehr verträglich, da Holz in naturbelassenen Zustand nahezu frei ist an Schwefel, Halogenen, Schwermetallen und anderen emissionsrelevanten Stoffen.

In einem nicht bewirtschafteten Wald wird der Kohlenstoff, der zuvor durch die Photosynthese der Atmosphäre entzogen wurde, durch Verrottungsprozesse wieder freigesetzt - seine CO2-Bilanz ist langfristig somit ausgeglichen. Gleiches gilt grundsätzlich für die energetische Nutzung von Holz, denn unter dem Aspekt des Klimaschutzes ist auch das Verbrennen von Holz CO2-neutral - im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffe wie Erdöl, Kohle oder Erdgas.

Der Wald wird nicht verheizt
Holz ist ein heimischer, nachwachsender Rohstoff. Seit über 200 Jahren gilt in Deutschland für die Forstwirtschaft das Gesetz der Nachhaltigkeit, d.h., es darf nur so viel Holz genutzt werden, wie auch nachwächst. Brennholz fällt zwangsläufig bei Durchforstungs- und Pflegemaßnahmen im Wald an. Zudem ergeben sich bei der Holzweiterverarbeitung große Mengen Restholz wie Sägespäne, Sägemehl, Schwarten etc. Auch ausgediente oder nicht mehr nutzbare Holzprodukte können ebenfalls dieser "Kreislaufwirtschaft" zugeführt werden.

Heizen mit moderner Technik - im Einklang mit der Umwelt
Moderne Kamin- und Kachelöfen sind nicht zu vergleichen mit früheren - ursprünglich als Kohleöfen konzipierten - Holzöfen. Ausgestattet mit einer fortschrittlichen Feuerungstechnik berücksichtigen sie das Verbrennungsverhalten von Holz, denn rund 80% der Holzsubstanz
werden beim Verbrennungsvorgang als Gas freigesetzt und dieses muß möglichst vollständig verbrannt werden. Grundvoraussetzung für einen emissionsarmen Betrieb ist die Verwendung von ausreichend luftgetrocknetem und naturbelassenem Holz, das eine Restfeuchte von maximal 20% aufweist, also mindestens 2 bis 3 Jahre abgelagert wurde.

Holzpellets
Holzpellets sind genormte Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz). Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt. 1kg Pellets entspricht ungefähr dem Energiegehalt von einem halben Liter Heizöl. Aufgrund dieser höheren Energiedichte benötigen Holzpellets ein deutlich geringeres Lagervolumen, was eine problemlose Vorratshaltung für die Heizperiode ermöglicht. Die Normierung und Rieselfähigkeit der Pellets ermöglicht wiederum einen leichten Transport und den Einsatz automatischer Fördermöglichkeiten.
Bei Pelletheizungen regelt eine automatische Steuerungseinheit sowohl Luft- und Brennstoffzufuhr, als auch Zündzeitpunkt oder Temperaturabsenkung bei Abwesenheit. Die Normierung des Brennstoffes garantiert zudem eine gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität, so dass niedrige Emissionen - auch im Teillastbereich - und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95% erzielt werden.

Holz - Heizmaterial der Zukunft
Holz alleine wird die Energie- und Umweltprobleme in einem modernen Industrieland wie Nordrhein- Westfalen nicht lösen können, aber als Wärmelieferant - v.a. in den waldreichen ländlichen Regionen - hat es sehr gute Zukunftsperspektiven:
• es ist ein nachhaltig produzierter und nachwachsender Rohstoff
• es ist regional verfügbar, d.h. es entfallen lange Transportwege
• es ist risikoarm aufzubereiten, zu transportieren und zu lagern
• es verbrennt in modernen Holzöfen ausgesprochen emissionsarm
• es ist von den Brennstoffkosten bereits heute günstiger als Gas oder Öl

Den Ratgeber „Heizen mit Holz" des Umweltbundesamtes finden Sie hier!