Besitzerstruktur

Wald in Deutschland
44 % der gesamten Waldfläche Deutschlands befinden sich im Privateigentum. Die Privatwaldeigentümer haben einen überwiegend kleinstrukturierten und zersplitterten Waldbesitz. 57 % sind Betriebe, die kleiner sind als 20 ha. Nur
12 % Wald gehören zu einem Betrieb mit mehr als 1.000 Hektar.
Aus historischen Gründen hat der Privatwald seine Schwerpunkte in Bayern und im Norden (NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein).

29,6 % der Waldfläche besitzen die Länder. Auffällig hoch ist der Anteil von Staatswald (Land) im Saarland mit 48,2 % und den geringsten Landeswald gibt es in NRW mit 14,3 %.

19,5 % des Waldes gehören zum Körperschaftswald. Der Körperschaftswald ist vor allem in der geografischen Mitte (Rheinland-Pfalz und Hessen) und im Südwesten (Baden-Württemberg und Saarland) vorhanden.

409.000 Hektar Wald, das heißt 4 %, besitzt der Bund. Dies sind vor allem militärisch genutzte Flächen und Flächen entlang der Straßen.


Waldfläche und Besitzarten in den Bundesländern

Länder
Privatwald
in %


Staatswald
(Land) in %

Körperschafts-
wald
in %

Staatswald
(Bund) in %
Baden-
Württemberg

36,1 23,6 39,7 0,5
Bayern

54,2 30,1 13,5 2,2
Brandenburg;
Berlin

42,0 30,6 6,9 6,8
Hessen

24.,0 39,0 36,2 0,9
Mecklenburg-
Vorpommern

23,5 40,8 10,5 10,0
Niedersachsen
(HH,HB)

58,3 29,6 7,4 4,7
Nordrhein-
Westfalen

67,0 14,3 15,3 3,4
Rheinland-
Pfalz

26.5 24,3 46,7 2,4
Saarland

28,9 48,2 22,1 0,8
Sachsen

33,6 37,3 11,3 5,9
Sachsen-
Anhalt

40,0 27,5 6,7 10,0
Schleswig-
Holstein

50,4 31,0 15,0 3,7
Thüringen

35,8 38,2 14,7 3,7
BRD

43,6 29,6 19,5 3,7

Naturnähe in den Eigentumsarten:
Staatswald (Land):   
42,2 % sehr naturnah oder naturnah

Körperschaftswald    
40 % sehr naturnah oder naturnah  

Privatwald    
30 % sehr naturnah oder naturnah

Holzvorrat in den Wäldern:
Die höchsten Vorräte pro Hektar stehen in Bayern mit 403 m/ha, gefolgt von Baden-Württemberg mit 365 m/ha, die niedrigsten in Brandenburg mit 239 m/ha und in Sachsen-Anhalt mit 237 m/ha.


Ein wesentliches Ziel der nationalen Waldinventur ist die Beurteilung der Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung. Die Veränderungen in der Beobachtungsperiode 1987 und 2002 zeigen ein günstiges Bild.

  1. Die Waldfläche hat geringfügig zugenommen.
  2. Die Vorräte in den Wäldern sind deutlich angestiegen. Der Zuwachs übertraf die Nutzung um 39 %.
  3. Der Ausnutzungsgrad des Zuwachses lag zwischen 54 % in Niedersachsen mit seinem hohen Anteil junger Wälder und 95 % in Baden-Württemberg mit seinen hohen Sturmschäden.
  4. Der Zuwachs der Fichte wurde zu 87 % genutzt. Dieser liegt deutlich über dem anderer Baumarten (Kiefer 75 %, Buche 58 %, Eiche 48 %, Douglasie 34 %).