Waldchronik

10.000 v. Chr.
Steinzeit
Mit der ausklingenden Eiszeit besiedeln anspruchslose Pionierbaumarten wie Birke und Kiefer die tundrenartige Landschaft Mitteleuropas.

1500 v. Chr.
Eisenzeit
Mitteleuropa ist fast vollständig mit Buchenwaldgesellschaften bedeckt.

Christi Geburt
Mitteleuropa ist bereits relativ dicht besiedelt und ein Viertel der Waldfläche wurde gerodet.

800 - 1300
Größte Rodungsphase; der Wald wird stark zurückgedrängt und teilweise übernutzt. Erste Forstordnungen (Weistümer) begrenzen die hemmungslose Holznutzung.

1300 - 1650
Der Waldanteil nimmt aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen (Pestperioden, Kriege) wieder geringfügig zu und erreicht seine heutige Ausdehnung. Örtlich wirken erste Ansätze einer planmäßigen Forstwirtschaft der drohenden Holzverknappung entgegen.

1650 - 1800
Nach dem 30jährigen Krieg nimmt die Besiedlung stark zu. Dies führt zu einer erneuten Zerstörung und Verarmung der Wälder.

1800 - 1900
Die Rahmenbedingungen der Forstwirtschaft bessern sich grundlegend. Die Kohle löst das Brennholz als Energieträger zusehends ab, der Transport wird mit Einführung der Eisenbahn vereinfacht. Die Industrialisierung fördert eine zielgerechte Aufforstung mit Nadelholz. Betriebliche Umstellungen in der Landwirtschaft führen zur Abnahme der Waldweide und Streunutzung im Wald.

nach 1945
Ausgedehnte Kahlflächen, die im 2.Weltkrieg und der Nachkriegszeit (Reparationshiebe) entstanden sind, prägen das Landschaftsbild. Als Bürgerbewegung gründet sich 1946 in Nordrhein-Westfalen die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.