Fuchsbandwurm

Fuchs


Nicht nur durch Beeren oder Pilze, die im Wald gefunden werden, sondern auch durch Früchte in der Nähe von Städten und sogar durch bodennah wachsende Früchte und Gemüse im eigenen Garten können sich Menschen mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Überträger sind nicht die Füchse selbst, sondern Kleinnager oder Haustiere.
Durch das Fressen von wildlebenden Nagetieren, z.B. Feldmäusen infizieren sich Füchse und Haustiere mit dem Bandwurm. Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und an Früchten und Beeren abgelagert.
Neueste Untersuchungen zeigen, dass seit ca. 1990 sowohl die Zahl und die Befallsrate der Füchse drastisch zugenommen hat als auch eine immer größere Anzahl der Füchse in der Nähe von menschlichen Siedlungen lebt, wodurch die Gefahr einer Infektion steigt.
Menschen, die die Eier des Fuchsbandwurmes aufgenommen haben, erkranken oft erst nach mehreren Jahren. Es wird ausschließlich die Leber angegriffen. Da es keine typischen Symptome für die Fuchswurmerkrankung gibt, wird sie oft erst erkannt, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Die Infektion ist jedoch lebensgefährlich.
Innerhalb Deutschlands ist der Kleine Fuchsbandwurm inzwischen in allen Bundesländern nachgewiesen, wobei die Befallsrate der Füchse im Südwesten deutlich höher ist als im Nordosten. Auch in den Mittelgebirgen ist die Befallsrate generell höher.

Die Anzahl der Übertragungen auf den Menschen ist sehr gering. In ganz Europa sind im Zeitraum von 1982 bis 2000 lediglich 559 Fälle bekannt, wobei allerdings berücksichtigt werden muss, dass die tatsächliche Zahl der Fälle aufgrund der erst im Jahre 2000 begonnenen zentralen Erfassung nicht genau angegeben werden kann. Zwischen 2003 und 2005 wurden dem Robert-Koch-Institut und dem Europäischen Echinokokkose-Register zusammen 119 Fälle gemeldet. Einer neuen Studie zufolge sind dies aber wahrscheinlich nur 30 % der tatsächlich auftretenden Fälle.

Schutzmaßnahmen
Durch folgende Maßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko verringern, aber wegen der vielfältigen Verschleppungsmöglichkeiten der Eier niemals ganz ausschließen

  • Zum Schutz vor Fuchsbandwurm-Infektionen sollten Früchte, Gemüse und Pilze vor dem Essen unbedingt gründlich abgewaschen und erhitzt werden.
  • Gekochtes Gemüse oder eingemachtes Obst sind in jedem Fall unbedenklich (Erhitzung auf 60 °C genügt). Einfrieren oder das Einlegen in Alkohol ist hingegen unwirksam.
  • Auch das Händewaschen nach dem Sammeln und nach der Gartenarbeit sollte keinesfalls vergessen werden.
  • Katzen- und Hundebesitzer sollten ihre Tiere regelmäßig entwurmen.