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| Aufforstung | Pflanzung junger Bäume auf freien Flächen; zumeist Wiederaufforstung. |
| Bastard | (Hybride) Ergebnis einer Kreuzung aus Pflanzen verschiedener Varietäten, Arten, Unterarten und Gattungen. |
| Bienenweide | Pflanze, die den Bienen Nektar und Pollen als Nahrung liefert, z.B. Hasel, Erle, Weide, Lärche, Kornelkirsche, Ulme, Wild- und Traubenkirsche, Ahorn, Elsbeere, Faulbaum, Robinie, Sommer- und Winterlinde |
| Biotop | Griechisch: "Lebensraum"; ein durch bestimmte Pflanzen und Tiergesellschaften gekennzeichneter Lebensraum, z.B. Sumpf, Wiese, Wald. |
| Biozönose | Griechisch: "Lebensgemeinschaft"; alle Pflanzen und Tiere in einem bestimmten Biotop. |
| Blütenstand | Einzelblüten, die zu Blütenständen zusammengefasst sind, z:B. Dolde, Rispe, Traube, Kätzchen usw. |
| Borke | Bezeichnung für den abgestorbenen, verkorkten Teil der Rinde bei Holzgewächsen. |
| Dornen | Umbildung von Blättern und Blatt-Teilen (Blattdornen, z.B. Berberitze, Robinie) oder Teilen der Sprossachse (Sprossdornen, z.B. Weißdorn, Schlehe oder seltener von Wurzeln). Vergleiche Stacheln |
| Durchforstung | Regulierender Eingriff in den Waldbestand durch Entnahme einzelner Bäume. |
| Eichenwickler | Mottenähnlicher Kleinschmetterling; die Raupen befallen im Frühjahr oft in Massen verschiedene Laubbäume, z.B. Eichen, rollen und wickeln die jungen Blätter zusammen und fressen nicht selten Bäume kahl. |
| Einhäusig | Bezeichnung für Pflanzen, bei denen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf einem Individuum vorkommen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Waldbäume einhäusig. |
| Erosion | Lateinisch: "Ausnagung"; Bodenabtrag durch Sturm, Wind, Regen; Verhinderung durch Schutzwald, besonders an Steilhängen. |
| Femelhieb | Im Gegensatz zum Kahlhieb werden die Bäume nicht auf ganzer Bestandsfläche geerntet, sondern kleinflächig. |
| Festmeter (FM) | (fm, cbm, m³) Holzmasse, die dem Rauminhalt eines Kubikmeters entspricht. |
| Flechte | Lebensgemeinschaft (Symbiose) von Alge und Pilz. |
| Hiebsatz | Vorgesehen jährliche Holzeinschlagsmenge |
| Hochwald | Wald, der ausschließlich durch Pflanzung, Saat oder Naturverjüngung entstanden ist. Hat nichts mit der Baumhöhe zu tun. |
| Holz | Dauergewebe der Holzgewächse Holz besteht zu: - 50% aus Kohlenstoff (C) - 43% aus Sauerstoff (O) - ca. 6% aus Wasserstoff (H) - bis 1% aus Stickstoff (N) und enthält Spurenelemente (Mineralien). Die chemische Zusammensetzung ist: 40-60% Zellulose, 20% Hemizellulose und 20-30% Lignin. |
| Humus | Lateinische: "Boden"; alle organische, tote Substanz im Boden, die tierischen und pflanzlichen Ursprungs ist. Der Humus befindet sich in einem steten Prozess des Um-, Ab- und Aufbaus, woran sich Zersetzer wie Bakterien, Pilze und Kleinstlebewesen beteiligen. |
| Jahrring | Jährlicher Dickenzuwachs des Baumstammes. Die Bildung eines Ringes beginnt mit dem Frühholz (heller gefärbt, weitlumig für den Transport von Wasser) und wird im Lauf des Sommers durch das Spätholz (dunkler gefärbt, überwiegend Festigungsgewebe) beendet. |
| Kahlhieb | Kahlschlag; Ausdruck für die vollständige Abholzung einer Bestandesfläche. |
| Kambium | Zylinderförmige Wachstumszellen unterhalb der Rinde. Sie sind teilungsfähig und verursachen das Dickenwachstum, das sich nach innen (bei Baumstämmen und Zweigen) als Holz nach außen als Rinde ausgebildet. |
| Kultur | Durch Saat oder Pflanzung künstlich begründeter Waldbestand. |
| Lignin | Bestandteil des Holzes, der in die Zellwände eingelagert wird, die Verholzung und somit die Druckfestigkeit des Gewebes bewirkt. |
| Maserwuchs | Unregelmäßiges, z.T. beulenförmiges Wuchern von Stämmen und Ästen durch Störung des Kambiums. |
| Mast | Das Fruchten der Waldbäume; ursprünglich bei Buche und Eiche (früher wichtig beim Vieheintrieb). |
| Mischwald | Wald aus mindestens zwei Baumarten. |
| Monokultur | Der Anbau von nur einer Baumart auf großen Flächen. |
| Naturverjüngung | Begründung eines Bestandes durch Selbstansamung oder vegetativer Vermehrung (z.B. Stockausschlag, Wurzelbrut) des Altbestandes. |
| Niederwald | Waldbestand, bei dem die Bestandsbegründung durch Stockausschlag oder Wurzelbrut (Stockausschlagwald) erfolgt; frühere Waldbewirtschaftungsform zur Gerbstoffgewinnung oder Brennholzerzeugung. |
| Ökosystem | Wirkungsgefüge zwischen Lebewesen untereinander und zwischen Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt. |
| Plenterwald | Wirtschaftsform des Hochwaldes mit Bäumen verschiedener Baumarten auf kleinster Fläche nebeneinander. |
| Pionierbaumarten | Meist anspruchslose, frostharte und in der Jugend raschwüchsige Bäume, die als erste Freiflächen besiedeln, z.B. Weide, Birke, Kiefer. |
| Pollen | Blütenstaub; alle Pollenkörner (männliche Geschlechtszellen), die sich im Staubbeutel befinden. |
| Raummeter | Kubikmeter aufgesetzes Schichtholz (mit Zwischenräumen). |
| Rinde | Umgibt den Stamm, die Zweige und Wurzeln eines Baumes. Sie besteht aus dem Bastteil und der nach außen abschließenden und schützenden Borke. |
| Rücken | Transport des gefällten Baumes vom Fällort zum Abfuhrweg. |
| Schutzwald | Wald der durch die Art seiner Bestockung und Bewirtschaftung Schäden (Erosion, Lawinen) verhüten soll. |
| Stacheln | Ausstülpung der obersten Zellschicht der Sprossachse. Keine Verbindung zum Leitsystem. |
| Stockausschlag | Entsteht dadurch, dass "schlafende" Knospen am Stumpf eines gefällten Baumes austreiben. |
| Trauf | Waldmantel bzw. -saum, der den Wald vor Sturmschäden schützt; von hohem ökologischen Wert. |
| Verbiß | Das Abfressen von Knospen, jungen Pflanzentrieben und Blättern durch Tiere. |
| Umtriebszeit (UTZ) | Durchschnittlicher Zeitraum zwischen der Begründung (Anpflanzung oder Naturverjüngung) und der planmäßigen Ernte von Waldbeständen. |
| Wurzelbrut | Vegetative (ungeschlechtliche) Vermehrung, bei der oberflächlich streichende Seitenwurzeln ausschlagen. |
| Zweihäusig | Männlich und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen Bäumen, z.B. Weide und Pappel. |