Wald und Klimawandel

Der Orkan „Kyrill" im Januar 2007 war der bisher folgenschwerste Sturm in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Wälder: Er warf viermal so viel Holz wie in normalen Jahren eingeschlagen wird und hinterließ 30.500 Hektar Windwurfflächen.
Überhaupt ist der z. Z. größte Risikofaktor für die Planung der Bewirtschaftung unserer Wälder der mit vielen Unsicherheiten prognostizierte Klimawandel.

Neben einer

Verlängerung der Vegetationszeit sowie einer Änderung der Niederschlagsverhältnisse lässt der Klimawandel auch eine Zunahme von extremen Wetterereignissen wie Stürme und Orkane, Hagel, Nassschnee,  Starkregen  und Dürreperioden erwarten.

 
Wie die jüngste Vergangenheit zeigt, wird eine Häufung und Intensivierung    von Sturmereignissen immer wahrscheinlicher. Der Aufbau entsprechend stabiler Wälder durch die Wahl geeigneter Baumarten, Erziehungs- und Durchforstungsstrategien und Gestaltung der Bestandesränder erhält eine herausragende Bedeutung.
Auf all diese Aspekte gehen die „Empfehlungen für die Wiederbewaldung von Orkanflächen in Nordrhein-Westfalen" aus dem Jahr 2007 ein, an dem neben dem Umweltministerium auch der Waldbauernverband, der Gemeindewaldbesitzerverband und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mitgearbeitet haben.
Im Februar 2012 veröffentlichte Umweltministerium NRW die Broschüre „Wald im Klimawandel".